WordPress: Bildunterschrift zum Beitragsbild hinzufügen

Die meisten WordPress Themes machen es einem ja sehr einfach, einem Artikel bzw. einer Seite ein Beitragsbild („Featured Image“) hinzuzufügen. Die Bildunterschrift wird jedoch oft nur Bildern hinzugefügt, die inline – also im Artikeltext erscheinen. Beim beitragsbild fehlt die Bildunterschrift häfig, obwohl sie in der Mediathek korrekt eingegeben wurde.

Das muss in den meisten Fällen kein Problem darstellen. Aber gerade wenn man WordPress als CMS nutzen möchte – zum Beispiel um eine Art Magazin zu betreiben, kann es sein, dass man eine die Bildunterschrift anzeigen möchte – oder sogar anzeigen muss. Und das eben auch beim Beitragsbild. Und wie so oft lässt sich das zum Glück auch mit einigen wenigen Zeilen Code erreichen.

zunächst muss dem Bild also eine Bildunterschrift hinzugefügt werden. Dies geht am besten direkt beim Bild-Upload – lässt sich in der Mediathek aber auch jederzeit nachträglich ergänzen. Ich trage seit einiger Zeit bei allen Bildern grundsätzlich schon beim Upload einen Titel, einen Alternativtext und auch eine Bildunterschrift ein – meiner Meinung nach eine gute Angewohnheit.

Grundsätzlich sollten Änderungen an Template-Datein immer im Child Theme vorgenommen werden. Falls Sie noch kein Child Theme eingerichtet haben, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Wenn Sie wissen möchten, wie sich mit wenigen handgriffen ein Child Theme installieren lässt, können Sie gerne zunächst diesen früheren Artikel lesen: WordPress Child Theme erstellen – ganz einfach.

In der Template-Datei (z.B. content.php oder single.php oder content-single.php oder page.php etc) müssen Sie dann den Bereich finden, in dem das Beitragsbild („featured image“) geladen wird.  Der entsprechende Code sollte ungefähr so aussehen:

<div class="entry-thumbnail">
    <?php the_post_thumbnail(''); ?> <!-- das Beitragsbild -->
</div>

je nach Theme und/oder Template kann der entsprechnde Code auch wie folgt aussehen:

<?php if ( ! post_password_required() && ! is_attachment() ) :
     the_post_thumbnail('large');
endif; ?>

Unterhalb dieses Bereichs müsste dann der folgende Code-Schnippsel eingefügt werden:

<?php if ( $caption = get_post( get_post_thumbnail_id() )->post_excerpt ) : ?>
 <p class="caption"><?php echo $caption; ?></p>
 <?php endif; ?>

Dieser Code-Schnippsel testet zuerst, ob überhaupt ein Beitragsbild festgelegt wurde. Anschliessend wird getestet, ob eine Bildunterschrift („post_excerpt“) zum Beitragsbild vorliegt. Wenn beide Voraussetzungen zutreffen wird die Bildunterschrift in einem eigenen Absatz mit der Klasse „caption“ ausgegeben.

Anschliessend kann die Bildunterschrift per CSS so gestaltet werden, dass sie zum Design der Seite passt.

Apple Numbers Tabelle als HTML exportieren / in Blog importieren

Heute eine etwas spezielle Anleitung: wie kann man eine mit Apple Numbers erstellte Tabelle als HTML-Tabelle exportieren – bzw. elegant in einen Blog-Artikel (z.B. WordPress, Drupal etc.)  importieren?

Grundsätzlich lassen sich mit ungefähr jedem CMS Editor Tabellen anlegen, einrichten und bearbeiten. bei manchen ist diese Funktionalität bereits voreingestellt, bei anderen muss man diese ggf. nachträglich einrichten.

Das ist auch schön und gut so, aber häufig hat man die Tabelle zuvor in einem entspechenden Tabellenkalkulationsprogramm angelegt – bei Mac Nutzern ist das häufig Apple Numbers. Und leider gibt es keine Möglichkeit, eine mit Apple Numbers erstellte Tabelle direkt in den Texteditor des CMS zu kopieren.

Die Zahlen und Zeilen werden zwar korrekt kopiert, aber die Tabelle selbst bleibt auf der Strecke – es wird kein HTML kopiert – und damit geht nicht nur die Formatierung, sondern die komplette Tabellenstruktur verloren. Man benötigt also eine Art Brücke, um eine Tabelle von Apple Numbers in den Texteditor zu kopieren.

Text Edit als HTML-Brücke zwischen Apple Numbers und Texteditor

Zum Glück gibt es auf so ungefähr jedem Apple Computer das kleine aber feine Hilfsprogramm Text Edit. Mithilfe von Text Edit ist es relativ einfach, eine mit Aplle Numbers erstellte Tabelle in den Texteditor des CMS zu kopieren.

Zunächst markiert man in Apple Numbers alle Tabellenzellen, die man kopieren möchte. Dann kopiert man diese direkt in ein neues Text Edit Dokument. Damit das reibungslos funktioniert muss das Dokument im formatierten Text erkennen – mit einem reinen Textdokument funktioniert die „Brücke“ leider nicht.

Anschliessend wählt man in Text Edit unter „Ablage“ die Option „Sichern…“ aus – gegebenenfalls muss man das Dokument als neue Version sichern. Im Speichern-Dialog gibt es dann die Möglichkeit, das Dokument als „Webseite“ (.html) zu speichern.

Apple Numbers Tabelle HTML kopieren WordPress CMS

Diese HTML-Datei enthält nun alle HTML-Tags die benötigt werden, um die Tabelle im CMS korrekt anzeigen zu lassen. Allerdings muss man das HTML nun zunächst einmal sauber in das CMS kopieren. Am einfachsten geht das über einen HTML-Editor: einfach das Dokument direkt im HTML-Editor öffnen – schon hat man den entsprechenden Quellcode zur Verfügung.

Tabellen-Quellcode ohne HTML-Editor kopieren

Ein bisschen schwieriger wird es, wenn man keinen HTML-Editor zur Hand hat. Dann kann man die gerade gespeicherte HTML-Datei in einem neuen Browser-Fenster öffnen – einfach per drag’n’drop in das Fenster ziehen oder per cmd+o das Dokument suchen und öffnen. Dann über cmd+u (Firefox) oder cmd+alt+u (Safari) den Quellcode einsehen.

Im Quellcode markiert man dann mithilfe der Maus alles vom ersten „<table…“ bis zum letzten „</table>“ und kopiert diesen dann per cmd-c und cmd+v in die Textanischt bzw. QUellcodeansicht des CMS-Texteditors.

Ganz einfach. Oder? Naja. Immerhin – möglich.

WordPress: Revolution Slider Interval anpassen (Visual Composer Element)

Sehr praktisch: viele WordPress Premium Themes werden mit mächtigen Plugins aufgeliefert, die man nicht extra bezahlen muss. Allerdings kann die Anpassung dieser Plugins ein wenig schwierig sein – und beim Support fühlt sich plötzlich niemand zuständig.

Kauft man beispielsweise eine Lizenz des beliebten Themes Stockholm, dann gibt es unter anderem gleich noch den Visual Composer und den Revolution Slider dazu. Somit kann man einfach per Drag’n’Drop eine Slideshow / einen Slider in beliebige Seiten einbauen – und über das mitgelieferter Interface auch bedingt anpassen.

Der Interval, in dem die Bilder wechseln lässt sich allerdings nur in 4 Stufen regeln. Das Dropdown Menu „auto rotate“ bietet lediglich die Auswahl 3 Sekunden, 5 Sekunden, 10 Sekunden und 15 Sekunden an – alternativ kann man die Funktion „auto rotate“ auch ausschalten.

In den meisten Fällen ist diese Auswahl siecherlich ausreichend – aber manchmal kommt es eben doch auf die Feinheiten an. Und wer es zB von jQuery-Slidern  gewöhnt ist, den Bilderwechsel-Interval auf die Tausendstel Sekunde genau einstellen zu können, der kommt sich bei der beschränken Auswahl doch ein wenig ‚ausgebremst‘ vor, um es einmal milde auszudrücken.

Wordpress Slider auto rotate Bildwechsel Interval anpassenIch habe mich also zunächst an den Support des Themes Stockholm gewandt – aber eigentlich wäre das Sache des Visual Composers. Dort sagte man mir, ich solle mir doch mal die API ansehen – ausserdem hätte der Visual Composer ja nur indirekt mit dem Revolution Slider zu tun. Langer Rede kurzer Sinn: so kam ich nicht weiter. Also ab in den Quellcode.

Um den Code des eigentlichen Sliders herum ist ein div zu finden, das ungefähr so aussieht:

<div class="wpb_gallery_slides wpb_flexslider flexslider_fade flexslider" data-flex_fx="fade" data-interval="10">

Wenn ich als Wert für „auto rotate“ 5 auswähle, steht bei „data-interval“ eine „5“ – der Bilderwechsel-Interval wird also vom Visual Composer Interface in das div – und aus dem div heraus an den Slider übergeben.

Anstatt das Interface des Visual Composer zu hacken kann man nun einfach in die Quellcode-Ansicht wechseln und den Wert dort manuell anpassen.

Zunächst also über die blaue VC-Schaltfäche den „Klassischen Modus“ aufrufen – dann über den Reiter „Text“ in den textmodus wechseln. (Geht vermutlich auch in der regulären Ansicht – mir ist aber persönlich lieber, wenn ich Shortcodes im Quellcode ändere.)

Anschliessend bekommt man unter Umständen eine sehr umfangreiche Sammlung verschiedener Shortcodes zu sehen – je nachdem, wieviele und welche Elemente man bereits über den Visual Composer in die Seite eingebaut hat. Die entscheidende Stelle sieht dann so aus:

[vc_gallery interval="10" images="22390,23006" img_size="full"]

Hier einfach den Wert für den Interval anpassen – zum Beispiel auf 7 Sekunden – und schon wechseln die Bilder im 7-Sekunden-Takt.

[vc_gallery interval="7" images="22390,23006" img_size="full"]

Der Revolution Slider bzw. das Visual Composer Interface zum Revolution Slider kann mit diesem Wert leider nichts anfangen. Wenn man zu einem späteren zeitpunkt also Bilder hinzufügt kann es passieren, dass das Interface den Wert erstmal wieder auf 3 Sekunden zurücksetzt. Dann muss man *einfach* noch einmal in den Quellcode und den Interval entsprechend anpassen.

Bilder aus dem Google Index löschen

Manchmal landen Bilder im Google Index, die man dort vielleicht lieber nicht sehen möchte: private Bilder, Testbilder, alte Bilder. Dann stellt sich die Frage, wie kann ich die Bilder möglichst schnell wieder aus dem Google Index entfernen? So war es auch in einem Fall, bei dem ich neulich helfen durfte.

Es ging im konkreten Fall um eine Testseite – und eigentlich sollte diese Testseite gar nicht gefunden werden.

Die Testseite lief unter einer Subdomain – und die URL war ‚eigentlich‘ nirgendwo gemeldet. Aber irgendwie wurde die Seite dann trotzdem von Google gefunden. Man musste zwar schon eine spezielle Suchanfrage stellen (site:…) aber dann wurden so gut wie alle Seiten inklusive der Testbilder bei Google zu finden.

Bilder löschen, Bilder melden – Löschung bei Google beantragen

Der schnellste Weg um nun zunächst die Bilder aus der Bildersuche zu entfernen geht wie folgt:  zuerst sollte man die Bilder vom Webserver löschen bzw. zumindest unerreichbar machen. Dazu kann man zum Beispiel einen einfachen Verzeichnisschutz per htaccess-Datei installieren. So ein Verzeichnisschutz lässt sich bei vielen Hosting-Anbietern direkt im Administrationsbereich des Webspace einrichten. Eine Anleitung dazu ist auch unter der Seite  Webserver/htaccess/Passwortschutz bei selfhtml.org zu finden. Damit wäre dann die Testseite und somit auch die Bilder nicht mehr erreichbar.

Wenn man keinen FTP-Zugang hat und auch keinen Verzeichnisschutz einrichten kann, bleibt einem vermutlich nichts anderes übrig, als die Bilder direkt im CMS zu löschen. Es reicht allerdings nicht aus, die Bilder aus den Seiten zu entfernen – dann würden die Bilddateien weiterhin auf dem Webserver liegen und demensprechend auch für Google erreichbar sein.

Bilder aus dem Google Index löschen

Screenshot: Bilder aus dem Google Index löschen

Im zweiten Schritt muss man die Bilder dann bei Google als gelöscht melden. Dafür gibt es ein eigens Formular, das sich in den Google Webmaster-Tools aufrufen lässt: Veraltete Inhalte entfernen. Allerdings muss man dazu einen Google-Account haben und im Bereich Webmasters angemeldet sein.

Grundsätzlich muss die Webseite, um die es geht, nicht in den Webmaster-Tools eingetragen sein. Es genügt, dass die Bilder bzw. die Dateien vom Server gelöscht – oder wenigstens für Google unerreichbar (Verzeichnisschutz) sind. Dann läßt sich die Löschung bei Google beantragen, obwohl die Seite nicht mit dem Webmaster Account verknüpft ist. Das kann im Prinizip jeder machen, der einen Webmasters-Zugang hat. Man hilft mit einer solchen Meldung  Google also quasi, ‚irgendwelche‘ gelöschten Bilder aus dem Index zu entfernen – dafür muss man sich nicht als Betreiber der betroffenen Webseite ausweisen.

Schwieriger wird es allerdings, wenn die Bilder nicht mehr im direkten Einflussbereich sind – also wenn sie zum Beispiel bereits von anderen Diensten, Webseiten oder Blogs aufgegriffen und erneut veröffentlicht wurden, Das wird Thema eines anderen Artiekls werden.

Hier noch einmal der Direkt-Link zum Google Formular Veraltete Inhalte entfernen.

Webseite langsam? Geschwindigkeit von PHP Skripten testen

Die Webseite lädt langsam? Es könnte an einem Skript liegen… Aber welches?

Wenn Sie zum Beispiel das Gefühl haben, dass eine bestimmte Funktion, eine spezielle Datenbankabfrage oder vielleicht ganz konkret ein bestimmtes WordPress Plugin zu langsam läuft, dann kann es durchaus mal sein, dass das an einem ungünstigen Loop liegt und/oder dass vielleicht zu viele (unnötige) Datenbankanfragen an den Webserver gestellt werden.

Bevor man aber loszieht und den vermeintlich langsamen Skripte mit dem Feuerschwert begegnet sollte man zunächst versuchen, die Ursache – die Bremse zu finden. Häufig reicht es dafür, einfach mal die Zeit zu stoppen, die ein bestimmtes Skript benötigt.

Dazu muss man lediglich vor Ausführung des verdächtigen Skripts eine Art Stoppuhr starten – wenn dann das Skript oder die Datenbankabfrage durchgelaufen ist schaut man einfach nach, wieviel Zeit vergangen ist. Und mit PHP ist es zum Glück auch relativ einfach, eine solche SToppuhr zu bauen und diese quasi um einen verdächtigen Code zu klammern – solange es sich eben um PHP Code handelt. Microtime ist Dein Freund!

Zunächst brauchen wir eine Variable für den Timer, der vor Ausführung des zu untersuchendes Codes gestartet wird:

$start_timer = microtime(true); // TIMER START

Dann wird der Timer gestoppt, sobald der Code durchgelaufen ist. Genau genommen wird hier einfach die Differenz zwischen START und STOPPin der Variable $time_passed gespeichert:

$time_passed = microtime(true) - $start_timer; // TIMER STOP

Man könnte den so errechneten Wert – also die Dauer über ein einfaches echo anzeigen lassen:

echo("Das Skript hat ".$time_passed." Sekunden benötigt.");

Wenn man dann noch den Wert auf zwei Kommastellen runden möchte, setzt man einfach die PHP Anweisung  round davor:

echo("Das Skript hat ".round($time_passed, 2)." Sekunden benötigt");

Alles zusammen genommen könnte am Ende dann ungefähr so aussehen:

$start_timer = microtime(true);

// hier folgt der verdächtige Code
while … {

}

$time_passed = microtime(true) - $start_timer;

echo("Das Skript hat ".round($time_passed, 2)." Sekunden benötigt.");

Nachtrag: Ob sich der Aufwand lohnt? Ist die Ladezeit überhaupt SEO-relevant? ist eine langsam ladende Seite schlecht für SEO? Und/oder ist eine langsame Webseite schlecht für UX? Alle diese Fragen können ganz klar mit JA beantwortet werden:

  • Ladezeit ist SEO-relevant
    Spätestens seit 2010 ist es offiziell: die Ladezeit einer Webseite beeinflusst neben vielen anderen Faktoren die Suchergebnisse-Position einer Webseite. Bereits 2009 hatte google ein Experiment durchgeführt, bei dem die Ladezeit der Suchergebnisseite künstlich verlangsamt wurde – und das Ergebnis war eindeutig: Ladezeit ist SEO-relevant.
  • Ladezeit ist UX-relevant
    Die oben genannten Untersuchung war im Prinzip ’natürlich‘ eine Untersuchung der User Experience. Wenn die Suchergebnisseite nur 100ms bis 400ms langsamer lädt, reduziert sich die Zahl der Suchanfragen um 0,2% bis 0,6% – die Nutzer verlieren mit abnehmender Geschwindigkeit die offenbar die Lust, die Seite zu benutzen.
  • Lohnt sich der Aufwand?
    Ich habe kürzlich für einen Kunden eine ziemlich Seite optimiert, die aus verschiedenen Datenbankabfragen eine Tabelle generierte. Vor der Optimierung wurde jede Tabellenzelle über einen Loop einzeln angefragt. Nach der Optimierung genügte eine einzige Datenbankabfrage. AUsserdem haben wir an verschiedenen Stellen die Zeit gemessen, die zum Beispiel zu Ausführung einer Funktion benötigt wurde und anschliessend verschiedene Alternativen getestet. So konnten wir letztendlich die Zeit, die benötigt wird, um die Daten für die Tabelle zusammenzustellen von ca. 5 Sekunden auf unter 0,5 Sekunden reduzieren. Ja: der Aufwand lohnt sich.

WordPress Child Theme erstellen – ganz einfach

Wenn man eine WordPress Webseite erstellen möchte, sollte man am besten gleich auch ein  WordPress Child Theme erstellen. Es gibt natürlich eine Fülle fertiger WordPress Themes – und viele kostenpflichtige Premium Themes bieten bereits umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten: über diverse Optionen lassen sich häufig ‚ganz einfach‘ Design-Details wie Schriftart und Farben anpassen. Und auch bei kostenlosen Themes lässt sich häufig immerhin die Schriftfarbe oder andere Design-Elemente über eingebaute Optionen ändern. Egal für welches Theme man sich am Ende entscheidet – hier und da möchte man gegebenenfalls Design–Anpssungen machen, sodass das Deisgn den eigenen Wünschen bzw. den Kundenwünschen entspricht und sich vonanderen Webseiten abhebt.

Der einfachste Weg ist sicherlich, direkt in den entsprechenden Templates und Stylesheets Änderungen vorzunehmen. Dies ist allerdings auch der ‚drechigste‘ Weg – ein alter Grundsatz lautet: never hack the core! Beim nächsten Update kann das sonst zu bösen Überraschungen führen: die mühsam eingearbeiteten Anpassungen werden beim Update unter Umständen direkt überschrieben, Design-Anpassungen gehen verloren und dann sieht plötzlch alles wieder genau so aus, wie am Anfang.

Der wirklich einfachste Weg, um schnell individuelle Anpassungen an einem WordPress Theme vorzunehmen ist, ein eigenes Child Theme einzurichten.

WordPress Child Theme erstellen – ganz einfach

Vor einigen Jahren war es noch etwas umständlich, schnell mal ein eigenes WordPress Child Theme zu erstellen. Inzwischen ist das aber sehr viel einfacher geworden. Im Prinzip muss man nur zwei Dateien anlegen – schon kann man mit den eigenen Style-Anweisungen die voreingestellten Theme-Styles überschreiben. Genug der Vorrede – so geht’s:

Wordpress Child Theme Verzeichnis erstellenZunächst legt man im Themes-Verzeichnis ein neues leeren Verzeichnis an. Dieses Verzeichnis wird dann alle Dateien beinhalten, die unser Child Theme benötigt. Das Verzeichnis sollte daher schon so benannt sein, wie das Child Theme heissen soll. In diesem Falle nennen wir das Child Theme einfach mal „Mein Theme“ und das Verzeichnis dementsprechend „mein-theme“.

1) Child Theme Stylesheet style.css einrichten

In dem neuen Verzeichnis legt man dann ein Stylesheet an, das folgenden Code enthalten sollte:

/*
 Theme Name:   Mein Theme
 Theme URI:    http://cpu20.de/mein-theme/
 Description:  Twenty Fifteen Child Theme
 Author:       Vorname Nachname
 Author URI:   http://cpu20.de
 Template:     twentyfifteen
 Version:      1.0.0
 License:      GNU General Public License v2 or later
 License URI:  http://www.gnu.org/licenses/gpl-2.0.html
 Tags:         light, dark, two-columns, right-sidebar, responsive-layout, accessibility-ready
 Text Domain:  mein-theme
*/

Wozu sind die einzelnen Angaben notwendig? Naja – die meisten Angaben sind nicht wirklich notwenig, damit das Child Theme auch funktioniert. Es ist aber gut, sich an die verabredeten Strukturen zu halten, damit später mal jemand nachvollziehen kann, womit er es hier eigentlich zu tun hat. Ausserdem werden einige der Angaben des sogn. Stylesheet-Headers später im Administrationsbereich von WordPress angezeigt.

Ich habe mir angewöhnt, das Child Theme nach dem jeweiligen Projekt bzw. dem Kunden zu benennen. Damit ist dann allen beteiligten klar, dass es sich hier um Anpassungen handelt, die speziell für diesen Kunden vorgenommen wurden. Das kann aber natürlich jeder so machen, wie er möchte. Kurz ein paar Details zu den Angaben:

  • Theme Name ist der Name des Themes in diesem Falle des Child Themes.
  • Theme URI ist die Web-Adresse, unter der man mehr über dieses Theme erfährt.
  • Unter Description sollte eine kurze Beschreibung des Themes zu finden sein.
  • Der Author ist natürlich der Autor des Child Themes und über die Author URI sollte der Autor zu finden sein.
  • Bei Template muss das Verzeichnis des Parent Themes eingetragen werden, das überschrieben bzw. ergänzt werden soll (wichtig!). In diesem Falle wäre also twentyfifteen das Parent Theme.
  • Version sollte selbsterklärend sein – die Version des Themes.
  • Unter Licence und Licence URI ist die Nutzerlizenz des Themes hinterlegt. In des meisten Fällen sollte das die GNU General Public License sein.
  • Mit Tags lässt sich das Theme beschreiben – das erleichtert ggf. ein späteres Auffinden in Themes-Verzeichnissen.
  • Und die Text Domain ist wiederum wichtig, damit das Theme auch in andere Sprachen übersetzt werden kann. Sie muss eindeutig sein und sollte sich am Namen des Themes orientieren.

Der erste Schritt zum WordPress Child Theme ist gemacht – jetzt müssen wir nur noch Child Theme und Parent Theme miteienander verbinden – und das passiert in der Datei functions.php…

2)  Child Theme functions.php einrichten

Die zweite Datei im Child Theme Verzeichnis ist die functions.php, die wenigstens den Code enthalten muss, der das Child Theme mit dem Parent Theme verbindet. Das Child Theme würde zwar theoretisch auch ohne diese Verbindung funktionieren – es würden aber keine Style-Anweisungen und keine Funktionen des Parent Themes übernommen werden – somit wäre das Child Theme kein Child mehr, sondern ein eigentständiges Theme.

Hier also der Code:

<?php
function theme_enqueue_styles() {

    $parent_style = 'parent-style';

    wp_enqueue_style( $parent_style, get_template_directory_uri() . '/style.css' );
    wp_enqueue_style( 'child-style',
        get_stylesheet_directory_uri() . '/style.css',
        array( $parent_style )
    );
}
add_action( 'wp_enqueue_scripts', 'theme_enqueue_styles' );
?>

Was dieser Code-Schnippsel macht: zunächst wird das Stylesheet des Parent Themes geladen, dann das Stylesheet des Child Themes. Damit ist gewährleistet, dass zunächst alle Style-Anweisung ‚reguler‘ befolgt werden. Anschliessend werden die individuellen Anpassungen berücksichtigt.

In einem letzten Schritt muss das neue Theme nun noch aktiviert werden. Sobald das Verzeichnis auf den Webserver geladen wurde sollte es im Administrationsbereich unter Design > Themes zu finden sein. Nachdem es aktiviert wurde greifen alle Anpassungen, die man im Stylesheet hinterlegt hat. Ausserdem lassen sich der functions.php nun auch beliebige Funktionen hinzufügen, die das Theme ggf. bereichern können.

Wer möchte, kann nun auch noch ein paar Schritte weiter gehen. Grundsätzlich lässt sich in weinem WordPress Child Theme alles das anpassen, was ein WordPress Theme zu bieten hat. Dazu aber mehr in einem anderen Tutorial. Zunächst würde ich mal empfehlen, einen Screenshot des Child Themes zu hinterlegen. Dazu legt man einfach ein entsprechendes png-Bild im Theme-Verzeichnis an und benennt es screenshot.png – damit sieht das Theme auch im Administrationsbereich dann ‚ordentlich‘ aus.